Fortbildung virtuell – so bleiben Sie konzentriert und fit

Berlin, 21.07.2021

Mit einem Klick dabei – digital macht’s möglich. In Zeiten von virtuellen Konferenzen ist die Kongressteilnahme von Zuhause ganz einfach. Dazu noch das spannende Webinar ansehen, die Online-Diskussion und die eCME-Fortbildung im Webstream? Klar, auch das lässt sich noch unterbringen – gerade dann, wenn es on-demand angeboten wird. Die Versuchung ist groß, die eigene Fortbildung passgenau und ohne Pausen im Kalender einzuplanen. Doch auch digital ist anstrengend und funktioniert nicht mal eben nebenbei. Kleine Tricks zur Entspannung helfen, den Druck rauszunehmen und den grauen Zellen etwas Erholung zu gönnen, um wieder neue Kraft zu tanken.

Es ist durchaus bequem, sich am eigenen Schreibtisch oder gar auf dem heimischen Sofa anhand von Online-Seminaren oder virtuellen Kongressen fortzubilden. Auch die Treffen mit Kollegen*innen, etwa in Qualitätszirkeln, sind online – weil ohne An- und Abfahrt – weniger zeitaufwändig. Das bietet ganz neue Möglichkeiten. Man kann gleich loslegen und die gewonnene Zeit drumherum in der Praxis oder der Klinik nutzen.

Auszeiten schaffen

Doch auf Dauer kann das ziemlich anstrengend sein. Beim nahtlosen Übergang zwischen Arbeitsalltag, Fortbildung und zurück bleibt bei digitalen Angeboten die Zeit für Entspannung leider allzu oft auf der Strecke. Doch die ist dringend notwendig, um den Kopf wieder freizubekommen und sich auf neuen Input einstellen zu können. Auch wenn es schwerfällt: Nehmen Sie sich Zeit für den Übergang und planen Sie Pausen zur Erholung ein. Der Aufnahmefähigkeit tut das auf jeden Fall gut.

Auch wenn das Thema spannend ist und der virtuelle Austausch mit den Kollegen*innen viel Neues bringt, die am Rechner oder am Tablet verbrachte Zeit kann – obwohl, oder gerade, weil man sich dabei kaum bewegt, – ermüdend sein. Dass langes Arbeiten am Bildschirm zudem die Augen belastet und zum Beispiel Kurzsichtigkeit fördert1 und Rückenschmerzen Vorschub leistet2, ist ohnehin bekannt. Umso wichtiger ist es, nicht nur Pausen zu machen, sondern sie auch richtig zu nutzen. Während der Pause aufs Handy zu schauen oder noch schnell ein paar Mails zu beantworten, sollte tabu sein – denn zur Entspannung sind Ablenkung und Bewegung das A und O.

Kopf und müden Muskeln auf die Sprünge helfen

Während man sich bei Kongressen und Fortbildungen in der Pause zu einem entspannten Plausch zusammenfindet oder die dortige nähere Umgebung erkundet, fällt das bei Online-Veranstaltungen häufig weg. Auch zu Bewegung können wir uns oft nur schwer motivieren oder es bleibt keine Zeit für einen Spaziergang an der frischen Luft. Hier können kurze Übungen Abhilfe schaffen – die KBV hat einige Tipps zusammengestellt, verpackt in anschauliche Videoanleitungen und vorgeführt von einer Körperpsychotherapeutin3. Und nur keine Sorge, dass Sie bei der ein oder anderen Verrenkung eventuell komisch aussehen könnten – Sinn und Zweck des Ganzen ist ja, neben der Lockerung der müden Muskeln auf andere Gedanken kommen.

Augenrollen erwünscht

Übungen für die Augenentspannung, die in Zeiten von Videofortbildungen und digitalen Tagungen wichtiger denn je sind, kommen mit dem digitalen Plakat der KBV ebenfalls nicht zu kurz. Die KBV hat die Tipps für die Qualitätszirkel zusammengestellt, in denen sich über 60.000 Vertragsärzte*innen und Vertragspsychotherapeuten*innen4 regelmäßig zum beruflichen Austausch zusammenfinden, zusammengestellt. Das Plakat ist über die Website der KBV allen Interessenten*innen zugänglich.

Bleiben Sie auch digital entspannt!

Das Plakat „Aktive Pause für Online-Qualitätszirkel“ der Kassenärztlichen Bundesvereinigung können Sie über die Website der KBV herunterladen. Einige der vorgeschlagenen Übungen können alleine, andere gemeinsam durchgeführt werden.

Weitere Tipps zur Augengesundheit finden Sie im DiaChannel-Beitrag „Heute schon die Augen gerollt? Tipps für Ihre Augengesundheit


Quellen:
1. Wong CH et al. Am J Ophthalmol 2021; 223: 333-337
2. Bontrup C et al. Appl Ergon 2019; 81: 102894
3. www.kbv.de, 30.04.2021
4. www.kbv.de (Stand 14.06.2021)

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